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Porträt: Bad Kissinger Hütte

Sicht vom Lechtal bis zum Olympiaturm

Außergewöhnlicher Rundblick von der Bad Kissinger Hütte

 

Eine außergewöhnliche Rundsicht genießt der Bergfreund von der Bad Kissinger Hütte am Südhang des Aggensteins (früher: Pfrontener Hütte). Bei klarer Sicht reicht der Blick weit nach Norden ins Alpenvorland mit den Ostallgäuer Seen bis zum Olympiaturm von München, nach Süden zu den Allgäuern und Lechtalern, tief unten liegt das Tannheimer Tal. 

 

In dieser exponierten Lage hatte bereits 1889 die ehemalige Sektion Falkenstein-Pfronten eine Holzhütte mit nur einem Raum und acht Lagern errichtet. 1921 abgebrannt wurde sie als Nothütte wieder aufgebaut. Das Provisorium sollte lange Bestand haben. Erst 1957 wurde mit dem Neubau begonnen, als die Sektion Ludwigsburg die Hütte von der Sektion Allgäu-Kempten erwarb, der sich die Sektion Pfronten-Falkenstein angeschlossen hatte. 1993 erwarb schließlich die Sektion Bad Kissingen die Hütte. Mit großem Aufwand wurde renoviert. Erst vor kurzem ist das schmucke Lärchenschindeldach in traditioneller Bauweise fertig geworden. Auch das Wegenetz wurde saniert. Ebenso oft wie die Eigner wechselte der Name des Quartiers: in ersten Urkunden ist sie noch als „Aggensteinhütte“ erwähnt. 

 

Ab etwa 1902 setzte sich dann der Name „Pfrontener Hütte“ durch, den man im Tal heute noch hört. „Die Leute im Tal erkennen aber das Engagement der Sektion an und respektieren mittlerweile auch die Umbenennung“, meint Heinz Steidle, Vorsitzender der DAV-Sektion Bad Kissingen. Seit acht Jahren führt Andrea Walch die Hütte, in den letzten Jahren zusammen mit Dietmar Köhlbichler. Sie bietet eine bodenständige Küche an, zum Beispiel Speckknödel oder Hauswurst, und verwöhnt die Gäste mit hausgemachten Kuchen. Die meisten Gäste sind Bergwanderer, aber auch Kletterer kommen auf ihre Koten. Der Aggenstein ist in den letzten Jahren zu einem attraktiven Klettergebiet geworden. Wegen der Südlage beginnt die Klettersaison schon sehr frühzeitig. Es gibt eine Reihe von mäßigen bis schwierigen Routen sowie Klettergärten am Geigerfelsen und Geißstein. Mit den übrigen Tannheimer Touren eine gute Mischung aus Rundwegen und Kletterzielen. Bergführer Toni Freudig (Pfronten) hat einen eigenen Kletterführer mit vielen, neu versicherten Routen veröffentlicht.

Bad Kissinger Hütte

Lageskizze Bad Kissinger Hütte

Kapazität: neun Betten, 65 Lager

Aufstiege: von der Enge (P) eineinhalb bis zwei Stunden, von Vils etwa drei Stunden, von Bergstation Füssener Jöchl etwa zweieinhalb Stunden, ab Breitenbergbahn eineinhalb bis zwei Stunden

Gipfel: Aggenstein (30 Minuten)

Übergänge: Ostler-Hütte zwei Stunden, Otto-Mayr-Hütte drei Stunden, Tannheimer Hütte fünf Stunden

Telefon: 0043-676-3731166

Internet

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