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Porträt: Fiderepasshütte |
| Aussichts-Terrasse auf der Staatsgrenze
Einzige Hütte des Alpenvereins Oberstdorf liegt am Fiderepass
Früher ging er als „Hausmeister“ seinem Bruder auf der Fiederepasshütte zur Hand, heute ist Hubert Kaufmann selbst der Wirt des Bergsteigerdomizils unterhalb des Mindelheimer Klettersteigs. Die einzige Hütte der Oberstdorfer Alpenvereins-Sektion wurde 1938 als militärisches Übungszentrum am Übergang nach Österreich gebaut. Erst 1952 erwarb der DAV die Unterkunft. Durchs Wildental oder über Kühgehren, kommen die Gäste vom Tal aus zur Fiderepasshütte. Schon während des Aufstieges rückt der Mindelheimer Klettersteig ins Blickfeld. Von der Terrasse der Hütte können Hüttenbesucher dann die Kletterer ein Stück weit auf ihrem Weg verfolgen. Hausherr auf der Fiderepasshütte seit drei Sommern Hubert Kaufmann. Der Walsertaler hat 2001 seinen Bruder Georg abgelöst. Auf der vergleichsweise kleinen DAV-Hütte versorgen Kaufmann und sein bis zu achtköpfiges Team vor allem Tagesausflügler. Wer dort oben übernachtet, befindet sich meist auf einer Allgäu-Durchquerung oder will den Mindelheimer Klettersteig angehen. Duschen gibt´s auf dem Fiderepass keine. Dafür aber die einzige Hütten-Toilette in den Allgäuer Bergen, die ans Kanalnetz angeschlossen ist. Von diesem besonderen Luxus merkt zwar der WC-Benutzer nichts, für Wirt Hubert Kaufmann bedeutet aber der 2002 fertig gestellte Kanalanschluss „eine feine Sache“. Zwischen 1972 und 1974 wurde die Fiderepasshütte vergrößert. Die erste Kläranlage wurde 1972 gebaut. Der „fürchterliche Gestank“ der oberirdisch angelegten Behälter habe allerdings „so machen Gast von der Terrasse vertrieben“, heißt es in einem Rückblick des Alpenvereins. Verschiedene biologische Kläranlagen hielten den Witterungsverhältnissen am Fiderepass nicht stand, immer wieder wurde an diesem Problem herumdiskutiert, -gebaut und -investiert. Auf der Aussichtsterrasse der Hütte können Besucher – wenn genug Platz ist – wählen, ob sie in Österreich oder Deutschland Brotzeit machen wollen. Der Grenzstein übrigens direkt an der Hüttenwand. Kaufmann, dessen Familie die „Alte Krone“ in Mittelberg betreibt, kann vieles in der Hotel-Küche im Tal vorkochen und per Materialbahn hoch befördern. Die Tageskarte sorgt denn auch wirklich für Abwechslung. |
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Kapazität: Zehn Betten, 120 Lager, im Winterraum (nur mit DAV-Schlüssel zugänglich) 20 Betten Übergänge: Nach Faistenoy drei Stunden, zur Kanzelwand-Bahn zwei Stunden, Fluchtalpe/Wildental eineinhalb Stunden; Hammerspitze knapp zwei Stunden; Mindelheimer Klettersteig drei Stunden, über Schafalpenköpfe fünf Stunden; Kühgundalpe eine Stunde; Reservierung: (0043) 6643-203676 Geöffnet: 1. Juni bis 15. Oktober Internet: www.fiderepasshuette.de
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