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Porträt: Rappensee Hütte |
| Viel Berg vor der Hütte am Rappensee
Bis in den Oktober hinein dauert die Wandersaison im Allgäu. Für Bergbegeisterte, die mehrtägige Touren in den Alpen gehen, sind die Hütten des Deutschen Alpenvereins (DAV) unentbehrlich. Sie bieten Unterkunft und Verpflegung. Mit immerhin 70.000 Übernachtungen jährlich sind die Hütten zudem von großer Bedeutung für den Tourismus in der Region.
Unterhalb des „Hohen Lichts“, des zweithöchsten Allgäuer Berges, liegt die Rappenseehütte. Die 1885 erbaute Unterkunft in 2091 Metern Höhe ist die erste Station für Wanderer, die von Oberstdorf aus den Heilbronner Weg gehen wollen. Aber auch Tagesausflügler und Familien kommen auf der Rappenseehütte auf ihre Kosten. Wenige Meter entfernt lädt der Rappensee zum erfrischenden Bad – heuer wurden in dem 7,20 Meter tiefen Bergsee bis zu 20 Grad gemessen.
Sylvia Socher und Andreas Greiner bewirtschaften seit zwei Jahren gemeinsam die Alpenvereinshütte, die zur Sektion Kempten gehört. Früher als Rechtsanwaltsfachgehilfin und Konditormeister tätig, kümmern sich die beiden nun zusammen mit neun Angestellten um das wohl der Bergsteiger und Wanderer. Die Rappenseehütte ist die größte Unterkunft des DAV. Bis zu 350 Gäste finden dort Quartier.
Neben dem Heilbronner Weg und dem für seine Aussicht berühmten Hohen Licht ist der Biberkopf beliebtes Ziel ab der Hütte. Und Andreas Greiners Spezial-Tipp ist eine Tour über den Rappenseekopf zum Hochrappenkopf.
Die Rappenseehütte ist über die Enzianhütte ab der Birgsau in etwas dreieinhalb Stunden zu erreichen., ein anderer Zugang führ über die Schwarze Hütte im Rappenalptal (Teerstrasse, empfehlenswert mit dem Fahrrad). Die Mindelheimer Hütte liegt rund fünf Stunden entfernt, das Waltenberger Haus vier Stunden, zur Kemptner Hütte muss man sechs bis sieben Stunden einplanen und die Enzianhütte ist in einer Stunde erreichbar.
Die Rappenseehütte ist mit Duschen und Waschräumen ausgestattet. Sie verfügt über ein Wasserkraftwerk, ein Blockheizkraftwerk und eine biologische Kläranlage. Frühstück gibt´s von 6.30 Uhr bis 8 Uhr, warme Mahlzeiten von 12 Uhr bis 19.30 Uhr. Eine große Bitte des Hüttenwirtes an die Besucher ist, nicht zu spät ins Lager zu kommen. Um 22 Uhr ist Hüttenruhe und das Personal möchte Feierabend machen. Darum sollten Wanderer möglichst bis etwa 19.30 Uhr an der Hütte eintreffen.
Socher und Greiner haben sich mit ihren Kollegen der umliegenden Unterkünfte abgesprochen, um eine möglichst abwechslungsreiche Speisekarte zu bieten. Es gibt eine wechselnde Tageskarte, Fleisch und vegetarische Gerichte.
Bewirtschaftet ist die DAV-Unterkunft von Mitte Juni bis mindestens zum ersten Oktoberwochenende. Danach steht ein Winterlager (32 Betten) für Tourengeher offen. Wirt Andreas Greiner warnt allerdings vor der Lawinengefahr, die bei Schnee auf den Wegen zur Hütte herrscht. Mit Firngleitern sei der Heilbronner Weg zum Kratzerfeld im Frühling dann wieder eine „Super-Tour“. |
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Kapazität: 300 Lager und 42 Betten, per Fax können Schlafplätze vorbestellt werden unter 0171-2631250, falls das Fax mal nicht funktionieren sollte per Brief an Rappenseehütte, Postfach 1412, 87554 Oberstdorf, ab zehn Personen gibt´s eine schriftliche Bestätigung Geöffnet: Mitte Juni bis mind. 1. Oktober Telefon: 08322-700155 |
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