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Porträt: Hermann-von-Barth-Hütte |
| Allgäuer
Hütte gehört jetzt Rheinländern
Hermann-von-Barth-Hütte ist im Besitz der Düsseldorfer
Hoch über der Lechtalgemeinde Elbigenalp, auf der Südseite der Hornbachkette, liegt die Hermann-von-Barth-Hütte (2.131 m). Von der Terrasse fällt der Blick nach Süden auf das Panorama der Lechtaler Alpen, vis-à-vis die Parseierspitze. Die höchstgelegene Hütte in den Allgäuer Alpen gehört der DAV-Sektion Düsseldorf. Junge Kletterer zieht es hinauf in das Kletterparadies am „Hüttenberg“ Wolfebnerspitze. Wer als Bergwanderer große und einsame Durchquerungen abseits der bekannten Allgäuer Höhenwege liebt, wählt das Bergsteigerquartier mit dem noch ursprünglichen Hüttencharakter als Stützpunkt. Hüttenwirt Harald Wolf kann stets auch viele Einheimische als Gäste begrüßen.
Wie kommt eine rheinische Alpenvereinssektion zu einer Hütte in den Allgäuer Bergen? Der Akademische Alpenverein München (AAVM), dem die damalige Kletterelite angehörte, hatte das Schutzhaus im Jahre 1900 erbaut. Die extremen Kletterer benannten die Hütte nach ihrem Idol und Vorbild: Hermann von Barth. Dieser erforschte zwischen 1869 und 1872 die Allgäuer Alpen im Alleingang. Die Düsseldorfer Bergfreunde hatten ihre Hütte im Südtiroler Sulden als Folge des Ersten Weltkriegs verloren und hielten eifrig Ausschau nach einer neuen Bergheimat. Da traf es sich gut, dass schon 1923 der AAVM mit dem aufkommenden Tourismus den Nutzen der Hütte in Frage stellte: es könne nicht sein Aufgabe sein, „eine der allzu vielen bewirtschafteten Hütten für Talbummler zu unterhalten“. Man wurde handelseinig.
In der gemütlichen Gaststube der Hütte finden sich Zeugnisse und Bilder aus der Gründerzeit. Harald Wolf bewirtschaftet die Hütte Annette Dobler seit 2005.
Die Tagesgäste wählen meist deftige Tiroler Hausmannskost wie Tiroler Knödel, Käsknödel oder Schweinsbraten. Die Sportkletterer bevorzugen Spaghetti, Salate und Gemüse.
Auf Voniers (ehemaliger Wirt bis 2005) Initiative wurde 1999 das klassische Klettergebiet an der Wolfebnerspitze saniert. Unter der Leitung des Pfrontener Bergführers Toni Freudig wurden 19 klassische Routen mit Bohrhaken versehen, acht neue Kletterwege eingerichtet, alle im III. Bis oberen VI. Schwierigkeitsgrad. Neue Abseilstellen und 16 „Baseclimbs“ entstanden. „Das ideale Gelände für Einsteiger und Genusskletterer“, sagte Vonier. Er beobachtete einen Wandel: „Seit der Sanierung gibt es kaum noch Begehungen der traditionellen Routen an Marchspitze oder Hermannskarspitze.“ Viele Kletterer verbinden den Übergang zur Kemptner Hütte mit der Besteigung des Krottenkopfes (2.656 m), des höchsten Gipfels der Allgäuer Alpen. |
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Kapazität: 53 Lager, 30 Notlager Aufstieg: von Elbigenalp in drei Stunden. Übergänge: Kemptner Hütte: ca. vier Stunden. Kaufbeurer Haus: bis zu sechs Stunden. Gipfel: Krottenkopf drei bis vier Stunden, Plattenspitze eine Stunde, Rotwand zweieinhalb Stunden Geöffnet: von Mitte Juni bis Anfang Oktober Tel: 0043-5634-6671Internet: www.hermann-von-barth.at
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