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Säntis - Rotsteinpass (2.502 m)

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Autor:   Harald Conrad
Land: CH
Gebirge: Alpsteinmassiv
Höhendifferenz: 614 m
Gesamtdauer: 3:30 h (bergauf 1:50 h, bergab 1:40 h)
Charakter: Viel Ski für wenig Tour! Mit nur 600 Hm Aufstieg gewinnt man eine Gesamtabfahrt von 2.200 Hm! Das ganze in einer fantastischen Kulisse zwischen Säntis und den Churfürsten. Dazwischen eingebettet die Weiler des Appenzell.
Schwierigkeiten: Die Tour ist insgesamt sehr leicht, nur der Gipfelhang des Säntis könnte u.U. etwas Schwierigkeiten bereiten. Konditionell und technisch geringe Anforderungen.
Bike&Hike-Index: JJJJJ   1 2 3 4 5
Ski Kondition   J      
  Trittsicherheit/Technik     J    
  Orientierung   J      
Landschaft/Aussicht           J
Flora/Fauna       J     zum Seitenanfang
Talort: Schwägalp (1.290 m), Unterwasser (ca. 900m)
Anfahrt: Entweder über Bregenz und Feldkirch nach Wildhaus und weiter Neu St. Johann und dort zur Schwägalp. Oder Bregenz-Altstätten-Appenzell-Schwägalp.
Ausgangspunkt: Bergstation Säntis (2.490m), Endpunkt Ortschaft Unterwasser. Rückfahrt zum Auto mit dem stündlichen Bus.
Ö,NPV: Zuganbindung bis "Neu St. Johann". Ansonsten stündliche Busverbindungen durchs Toggenburgertal und zur Schwägalp.
Jahreszeit: Winter bis Frühjahr
Karte: 1:50.000 Kompass, Nr. 21 "Feldkirch, Vaduz"
1:50.000 Landesamt für Landestopografie (Schweiz), Nr. 227, "Appenzell"
Literatur: -
Kinder: ab 13 Jahre
Ausrüstung: Standard-Skitourenausrüstung
Wasser: keines
Hütten: Rotsteinpaßhütte, 2.120 m: im Winter geschlossen zum Seitenanfang
Verkehrsamt: Appenzell
Aufstieg: Eine gemeinsame Skitour mit den Kollegen der Abteilung? Unser Bergexperte Wilfried hat sich wohl einige Zeit den Kopf zerbrochen, wo wir mit unseren Skitourenneulingen hinkönnten, so dass alle ihren Spaß haben. Die Tour am Säntis schien ideal und nach langem Hin- und Her, hauptsächlich wegen der gesalzenen Preise in der Schweiz, haben wir uns auch darauf geeinigt. 6 von 15 Mann/Frau sind dabei. Am letzten wirklich tollen Tag einer fast zweiwöchigen Superschönwetterphase mit Hoch "Helga" nehmen wir frei und fahren über Österreich und Liechtenstein zur Schwägalp. Zugegebenermaßen nicht immer auf dem direkten Weg. Aber schließlich kommen wir doch an. Erst einmal stärken wir uns mit Heidrun´s frisch gebackenem Kuchen. Mit der Säntisbahn (24 SFR pro Person) schweben wir in die Traumkulisse. Die Szenerie ist perfekt und überwältigend. Unsere Neulinge haben zwar noch etwas Bammel, freuen sich aber auf die endlosen Abfahrten. Unterhalb des Sendemast, bei den Almen, schnallen wir an und rutschen über die erste Steilpassage. Nach nur wenigen Metern fliegt Tanja schon der (geliehene) Ski weg. Wilfried hat bei der Montage der Bindung einen Fehler gemacht.  Doch bald ist alles in Ordnung, die steile Querung gut überstanden und wir dürfen endlich die "Piste" hinab. Sie ist zwar ziemlich hart, wir kommen jedoch zurecht. Auf ideal geneigten Hängen fahren wir über den "Grossen Schnee" hinab bis zum Sommeralmdorf Meglisalp.
Eine kleine Brotzeit, während wir die Skier für den Aufstieg bereit machen, und dann wird´s ernst. Tanja und Anne bekommen eine kurze Einweisung in die Aufstiegstechnik, Wilfried führt die 6er-Karawane in ganz gemütlichem Tempo bergan. Die Mädels kommen alle ganz gut zurecht. Lediglich im Schlusshang, der etwas harschig ist, wird die Herausforderung größer. Doch mit etwas Geduld meistern alle die 600 Höhenmeter. Anne, das Küken, stürmt zur Hütte hoch, als hätte sie noch nie was anderes gemacht.
Abstieg: Bei fantastischen Sonnenschein, leider etwas Wind, sitzen wir lange an der Hüttenwand und brotzeiten. Als es dann doch zu frisch wird, nehmen wir die zweite Abfahrt in Angriff. Mittlerweile sind sich alle Zweifler sicher, dass sie das ungewohnte Abenteuer überleben werden und sind ganz gierig, sich hinab zu stürzen. Inzwischen sind die Hänge doch etwas aufgetaut, wir haben leichten Firn. Nahezu endlos liegt das lange Tal vor uns. An der Bergstation der Materialbahn im Schafboden machen wir noch einmal Halt. Hier sind wir windgeschützt und lassen uns fast eine Stunde die herrliche Sonne auf den Pelz brennen. Jeder packt irgendeine Leckerei aus seinem Rucksack aus, zum Wohle aller. Schweren Herzens brechen wir wieder auf. Wilfried glänzt mit seinen Abfahrtskünsten, auch die anderen schlagen sich wacker. Nur bei mir bin ich nicht ganz sicher, ob ich wirklich eine elegante Figur mache!
Die Strecke ist wirklich unschwierig, bald erreichen wir den Talboden und schieben bzw. mogeln uns auf Schneefetzen bis zur Poststation in Unterwasser. In einer halben Stunde fährt der Bus zurück zur Schwägalp. Gerade noch genug Zeit für einen Kaffee. Der Fahrpreis nimmt uns etwas den Atem: 14,20 SFR pro Person! Also fahren nur Hannelore und ich zurück, holen die PKWs und laden bald den Rest der Truppe ein. Auch die Rückfahrt gestaltet sich orientierungtechnisch sehr interessant: wir verfahren uns nur drei bis viermal, sind aber trotzdem etwas schneller als auf der Herfahrt. Insgesamt ein sehr lohnendes und gelungenes Unternehmen. Eine Skitour der anderen Art: Viel Ski für wenig Tour!
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Wegweiser-Tableau mit Kurzbeschreibung: Tourkurzbeschreibung zum Ausdrucken !!
Höhenprofil:

Höhenprofil Skitour Säntis-Rotsteinpaß

Alle Angaben dieser Tour sind mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt. Eine Garantie für die Richtigkeit und Vollständigkeit wird hiermit nicht gegeben; eine Haftung für die Inhalte ausgeschlossen. Die Verwendung der Informationen erfolgt auf eigenes Risiko.

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