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Nadelhorn (4.327 m)

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Autor:   Harald Conrad
Land: CH
Gebirge: Walliser Alpen
Höhendifferenz: 2.538 m
Gesamtdauer: 1. Tag: Aufstieg Saas Fee - Hütte 4 h
2. Tag: Aufstieg 3,5 h (Hütte-Windjoch 1,5 h; Windjoch-Gipfel 2 h), Abstieg ins Tal 7,5 h
Charakter: Vom Bergsteigerort mit Flair - Saas Fee - steigt man inmitten der grandiosen Kulisse von Alphubel, Allalinhorn und Lenzspitze durch herrliche Bergwiesen zur Mischabelhütte auf. Wenn Ihr Euch den Anstieg erleichtern wollt, nutzt die Hannigbahn und quert von dort fast eben zur Anstiegsroute. Zeitersparnis ca. 1 Stunde. Der Hüttenzustieg hat in der oberen Hälfte einen äußerst alpinen Charakter, Ihr werdet gut auf die Anforderungen des nächsten Tages eingestimmt. Der Gipfeltag ist geprägt von leichter Steigerei am Grat hinter der Hütte, einer leichten aber keineswegs harmlosen Gletscherüberschreitung - mit ständigem Blick auf die Bergsteiger in der Lenzspitze-Nordwand und dem fantastischen Aufstieg, im sanften Licht des Sonnenaufganges, über den Nadelgrat zum winzig kleinen Gipfel des Nadelhorns. Dort bietet sich Euch ein überwältigender Blick auf die Nordostflanke des Doms und auf´s Matterhorn.
Schwierigkeiten: Hüttenzustieg erfordert gute Kondition und Trittsicherheit. Sehr gut ausgebauter, neuer Steig. Die Gletscherüberquerung erfordert Umsicht, da sie parallel zu den Spalten läuft. Auf dem Nordostgrat vom Windjoch bewegt Ihr Euch auf einem kombinierten Firn- und Felsgrat. Im oberen Teil ist dieser etwas ausgesetzt und manchmal vereist. Am Gipfelaufbau Klettern im ersten Grat.
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Hike Kondition         J
  Trittsicherheit       J  
  Orientierung   J      
Landschaft/Aussicht           J
Flora/Fauna           J zum Seitenanfang
Talort: Saas Balen
Anfahrt: Übers Rhone-Tal bis Visp, dort ins Vispertal bis Stalden, dort ins Saastal abzweigen.
Ausgangspunkt: Saas Fee (1.789 m)
ÖPNV: Mit dem Postbus für ca. 4 Sfr nach Saas Fee. Der Bus verkehrt i.d.R. stündlich zwischen 7.00 und 20.00 Uhr. Alternativ mit der Bahn nach Visp und von dort mit dem Bus bis Saas Fee.
Jahreszeit: Juli bis September
Karte: Schweizer Landeskarte 1:25.000 Nr. 1328, Randa
Literatur: Gebietsführer Walliser Alpen, Bergverlag Rother, München
Kinder: ab 16 Jahren bei sehr guter Kondition, mit Eis- und Klettererfahrung
Ausrüstung: komplette Hochtourenausrüstung
Hütten: Mischabelhütte (3.329m), Hüttenwarte Gebrüder Lomatter, Tel. CH-0041-279571117 und 0041-279571745 zum Seitenanfang
Verkehrsamt: Saas Fee 0041-279581858
Aufstieg:

Vom Busterminal/Parkhaus geht Ihr auf die Kirche zu. Dort beginnt der Weg zur Mischabelhütte. Durch die letzten Häuser und über die flache Piste eines Übungsliftes führt der Pfad zur Brücke über den Triftbach. In unzähligen Serpentinen wandert Ihr durch den blütenübersäten Hang bis zum Einstieg des Hüttensteiges. In leichter Kletterei auf dem Felsgrat, gut markiert und gesichert bis zur Hütte. Diese liegt wie ein Adlerhorst auf dem Grat, mit einzigartigem Blick in die Weissmiesgruppe und auf das tief untenliegende Saas Fee.

Gipfelaspiranten werden am nächsten Morgen um 2.15 h vom Wirt geweckt. Die „Glühwürmchen-Parade“ bewegt sich zunächst weiter auf dem Felsrücken. Auf ca. 3.600 m wird die Gletscherausrüstung angelegt, dann steigt Ihr wenige Meter auf den Hohbalmgletscher ab und überquert diesen auf direktem Weg auf das gegenüberliegende Windjoch zu. Der Schlussanstieg zum Joch fordert durch seine Steilheit die Kräfte. Wer jedoch gut in der Zeit liegt, wird mit dem unvergleichlichen Licht des dämmernden Tages belohnt. Am Windjoch sich links wendend betritt man den Nordostgrat des Nadelhorns. (Auf dem Rückweg könnt Ihr vom Joch aus noch das Ulrichshorn, 3.925m, mitnehmen. Zusätzlicher Zeitbedarf: 1 h.) Ihr haltet Euch am besten direkt auf oder knapp unterhalb des Grates. Verschiedene Felspartien sind gelegentlich aper und können leicht nordseitig im Schnee/Eis umgangen werden. Der Gipfelaufbau bietet guten und festen Fels, über den man nach wenigen Metern den winzigen Gipfel erreicht.
Abstieg: Wie Aufstieg. Wer noch die nötige Konzentration (für die Kletterei am Hüttensteig) und Kondition aufbringt, steigt am selben Tag bis ins Tal ab. Gemütlicher und für das Gesamterlebnis angenehmer ist es, eine weitere Nacht auf der Mischabel zu verbringen und am nächsten Morgen frisch erholt, den Steig, die Blumen und die Aussicht genießend bis ins Dorf abzusteigen.

Wegweiser-Tableau mit Kurzbeschreibung: Tourenkurzbeschreibung zum Ausdrucken !!

Alle Angaben dieser Tour sind mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt. Eine Garantie für die Richtigkeit und Vollständigkeit wird hiermit nicht gegeben; eine Haftung für die Inhalte ausgeschlossen. Die Verwendung der Informationen erfolgt auf eigenes Risiko.

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