Muttekopf (2.774 m) |
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| Land: | A | |
| Gebirge: | Lechtaler Alpen | |
| Höhendifferenz: | 1.894 Hm | |
| Gesamtdauer: | 6:15 Stunden ( 3:20 h Aufstieg, 2:55 h Abstieg) | |
| Charakter: | Durch den hohen Ausgangspunkt am Hahntennjoch (die Fahrt über die Passstraße ist allein schon ein Erlebnis!) scheint der Gipfel nicht weit. Doch der leichte Klettersteig zum Scharnitzsattel führt leider nicht direkt zum Gipfel. Ein tiefer Abstieg zur Hütte fordert einen zusätzlichen Anstieg um diese Höhe wieder zu erreichen. Doch was sind schon 1900 Höhenmeter bei dieser unvergleichlichen Tour. Der große Bogen um die südlichen Ausläufer des Muttekopf bietet herrliche Landschaft und lässt Spannung aufkommen, wann denn endlich der Gipfel auftaucht und wie er aussieht. Sobald er sichtbar wird, wähnt man sich nicht mehr weit entfernt, hat jedoch noch die unterhaltsame Hürde der Muttekopfscharte vor sich. Der Rest lässt sich im Sprint erledigen - denn jeder wird schnellst möglich den höchsten Punkt erreichen wollen, um die unglaubliche Aussicht noch zu optimieren. | |
| Schwierigkeiten: | Der Beginn des Weges Richtung Scharnitzsattel ist recht steil - langsam angehen lassen. Der Steig zum Sattel ist voll im Spaßbereich, die angebrachten Kabel wären nicht unbedingt erforderlich. Das Scharnitzkar ist landschaftlich reizvoll und bietet zugleich einen Superblick auf den Imster Klettersteig. Der ebenfalls gesicherte Steig in die Muttekopfscharte macht Spaß und bietet keine alpinen Schwierigkeiten. Der gesamte Gipfelaufbau und einige benachbarte Gipfel bieten geologisch interessante Einblicke, auch für Nichtkenner. |
| Bike&Hike-Index: | JJJJJ | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | |||
| Hike | Kondition | J | |||||||
| Trittsicherheit | J | ||||||||
| Orientierung | J | ||||||||
| Landschaft/Aussicht | J | ||||||||
| Flora/Fauna | J |
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| Talort: | Hahntennjoch, Paßhöhe (1.894) | |
| Anfahrt: | Von der Autobahnausfahrt Oy Richtung Oberjoch,
dort ins Tannheimer Tal bis Nesselwängle. Dann das Lechtal aufwärts bis
Elmen, hier links ab zum Hahntennjoch, ca.75 km und 1:10 h Fahrtzeit. Alternativ aus Richtung Füssen: über Reutte ins Lechtal. |
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| Ausgangspunkt: | Parkplatz Paßhöhe | |
| ÖPNV: | Anbindung ist mir nicht bekannt. | |
| Jahreszeit: | Frühsommer bis Herbst | |
| Karte: | Ehrwald-Lermoss Reutte Tannheimer Tal, 1:50.000, freytag&berndt WK 352 | |
| Markierung: | rot-weiß | |
| Literatur: | AV-Führer Lechtaler Alpen, Heinz Groth, Bergverlag Rother, München, Randzahl 1442ff | |
| Kinder: | ab 14 Jahre | |
| Ausrüstung: | keine besondere | |
| Wasser: | Im Scharnitzkar, kurz vor der Muttekopfhütte und während des Aufstiegs zur Muttekopfscharte | |
| Hütten: | Muttekopfhütte: 1934m: Tel. 0043-663-58041, während der Bergsaison bewirtschaftet, Betten und Lager |
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| Verkehrsamt: | Imst: Tel.: +43 (0)5412/6910-0, Fax: +43 (0)5412/6910-8, E-Mail info@imst.at, Internet: www.imst.at | |
| Aufstieg: | Vom Parkplatz sind wir (mein Bruder, unser
Cousinen-Schwager und meinereiner) direkt auf dem kleinen Pfad, der bei den
Schildern beginnt, Richtung Süden aufgestiegen. Die ersten Minuten sind
verdammt steil. Wir sind es zu scharf angegangen und machen
langsamer. Das Gelände flacht sich dann auch bald etwas ab, so dass wir
Gelegenheit haben, warm zu werden und unser Tempo zu finden. Die gerade
aufgehende Sonne erzeugt tolle Hell-Dunkel-Kontraste und taucht die ersten
Felsen in ein warmes, rotes Licht. Roland packt begeistert seine Videokamera aus. Der Anstieg in den Sattel lässt uns noch mal etwas
schnaufen, die kleine Brotzeit und der kräftige Schluck jedoch, machen
uns bald wieder fit. Was uns vor allem anspornt ist der überraschende
Blick auf die Südseite: Scharnitzkar, Imster Klettersteig, Muttekopf,
Imst ..... Wir sind von den Socken. Voll motiviert steigen wir zur Muttekopfhütte ab. Unterwegs lassen wir die Abzweigung zum Imster Klettersteig links liegen. Das Bächlein kurz vor der Hütte bietet erste Erfrischung in der nun kräftigen Sonne. Die Umgebung der Hütte ist eine echte Überraschung: 2 Lamas und jede Menge Holzskulpturen. Selbst so einem Kunstbanausen wie mir, gefallen die meisten. Bruder Roland bricht sich seinen Stock, vor lauter um sich, statt auf den Weg schauen. Bald danach klinkt er sich ganz aus, sein Knie macht schon seit Tagen Probleme. Er legt sich in die Sonne, während Thommy und ich den Gipfel angreifen. Wir lassen es flott angehen und sind bald bei der großen Kette, die die letzten Meter zur Muttekopfscharte sichert. Hier ist gerade ein ÖDAV-Mitglied zu Gange und ersetzt die Sicherungsbolzen. Von der Scharte sprinten wir regelrecht die letzten Meter zum Gipfel. Wir sind ganz versessen auf die Optimalrundsicht, die ich schon von einer früheren Tour kenne. Kaum dass wir oben ausgeschnauft haben, müssen Foto und Videocamera ihr Bestes geben, um unsere daheimgebliebenen Damen nachträglich teilhaben zu lassen. Die Pause genießen wir sehr, bleiben jedoch nicht allzulange, um Roland nicht über Gebühr warten zu lassen. Wir haben auch eine feste Zeit zugesagt, zu der wir ihn wieder treffen wollen. |
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| Abstieg: | Der Rückweg ist identisch mit der
Anstiegsroute, so konzentrieren wir uns voll auf die Einhaltung der
Zeitzusage und geben Gas. Unterwegs fragen mich 2 Holländer, wo denn der
Gipfel sei. "Gleich um die Ecke, aber Ihr müsst Euch beeilen, um
12:00 Uhr wird der Zustieg gesperrt!" ist meine Auskunft. Sie sind
etwas verblüfft und fragen nach, warum denn das so sei. Ich wieder:
"Weil wegen der großen Hitze Steinschlaggefahr besteht." Sie
glauben es schon, als Thommy das Grinsen anfängt. Gleichzeitig bekomme
ich Mitleid mit den Beiden - wir klären das Ganze auf und gehen doch noch
im Guten auseinander. Mit 10 Minuten Verspätung kommen wir zum
Treffpunkt, Roland hat sich schon Richtung Hütte auf den Weg gemacht. Wir
beiden nix wie hinterher. Das Apfelschorle ruft. Kurz vor der Hütte sind
wir wieder komplett, entern wenig später die Terrasse und haben bald
darauf drei Riesengläser vor uns stehen. Bei der Hitze ist die erste
Runde bald versickert. Die zweite genießen wir mehr. Kurz bevor wir vor lauter Gemütlichkeit einschlafen, machen wir uns wieder auf den Weg. Zurück zur Scharnitzscharte - kein Spaß bei der Bullenhitze. Wir reduzieren das Tempo und schleichen bergwärts. Noch mal ´ne größere Pause, dann kommt der neckische Abstieg durch den Steig. Weiter unten versuchen wir über diverse Schuttfelder abzurutschen, funktioniert aber nicht richtig. Etwas ausgelaugt erreichen wir die Passhöhe. Dort tobt der Bär - Dutzende von Touris treiben sich hier rum. Wir schauen, dass wir uns so schnell wie möglich umziehen und Richtung Heimat fahren. Dort erwarten uns unsere Mädels und die Turbo-Lasagne meiner Schwägerin. |
| Wegweiser-Tableau mit Kurzbeschreibung: |
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| Höhenprofil: |
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Alle Angaben dieser Tour sind mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt. Eine Garantie für die Richtigkeit und Vollständigkeit wird hiermit nicht gegeben; eine Haftung für die Inhalte ausgeschlossen. Die Verwendung der Informationen erfolgt auf eigenes Risiko. |
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